Damit wird Bezug genommen auf das skandalöse Nazi-Denkmal in Kalkar, das vom Künstler Wilfried Porwol zu einem Friedensdenkmal umgewidmet wurde. Seitens der Stadt Kalkar ist der Umgang mit diesem Denkmal erschreckend. Siehe dazu auch die Berichte über die Originalaktionen
Mit der NordWestBahn ab Duisburg Hbf (10:10 Uhr) nach Xanten, dann mit dem Bus 44 (11:02 Uhr) Richtung Kleve nach Kalkar Bahnhofstr. (Ank. 11:21 Uhr) ca. 2 km Fußweg zur Kaserne.
Auch in diesem Jahr fahren wieder Busse aus mehreren Städten zur Kundgebung nach Kalkar :
Achtung: Die Busabfahrtzeiten und Preise sind noch nicht bestätigt! Bitte bei den jeweiligen Kontakten nachfragen
aus Dortmund: 9:00 Uhr, Busbahnhof/Nordseite HBF, Essen: 9:30 Uhr, Busbahnhof HBF, Fahrpreis: 15 / 10 Euro
Anmeldung: (Do) willi.hoffmeister@gmx.de, 0231/81 80 32, 0231/129547 (Gabi Brenner, Dortmunder Friedensforum), (E) kontakt@essenner-friedensforum.de, 0201/42 56 20 (Bernhard Trautvetter)
aus Köln, 8:45 Uhr, Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West/DGB-Haus und Düsseldorf, 9:30 Uhr, Treffpunkt P&R-Platz an der U-Bahn-Station Südpark, Universitätsstrasse
Fahrpreis: 15,- ¤, ermäßigter Preis (Stud./HarzIV) 10,00 ¤, Solipreis 20,- ¤,
Anmeldung: (K) michael.suenner@netcologne.de, 0174 9509932 (D) irenelang@t-online.de, 0163/2377382
aus Oberhausen, Mülheim, Duisburg: 9:30 Uhr Hbf Oberhausen, Touristik Bushaltestelle, 9:45 Uhr Hbf Mülheim, Ostausgang / Post Bushaltestelle, 10.00 Uhr Hbf Duisburg, Touristik Bushaltestelle. Fahrpreis: 12,00¤ und 6,00¤ Sozialtarif
Anmeldung: (Ob) info@dielinke-oberhausen.de, 0208/88 42 20 oder (Mh) info@vvn.muelheim.de oder (Du) kreisverband@dielinke-du.de, 0203/98 52 41 99
Die Friedensversammlung hat die Fortführung der jährlichen Friedensdemonstrationen in Kalkar beschlossen und dazu den Aufruf verabschiedet. Konkretisierungen in Bezug auf Redende, Kultur, Anreise etc. werden so bald wie möglich auch hier veröffentlicht.
Ungeachtet der Corona-Krise hält der Konfrontationskurs der NATO weiter an, mit Aufrüstung und Militärmanövern in Osteuropa. Dabei spielt der Luftwaffenstützpunkt Kalkar/Uedem eine wichtige Rolle. Kalkar/Uedem ist derzeit nach Luftwaffeninformationen bereits einer der bedeutendsten Standorte der NATO weltweit. Bis Anfang 2021 soll er für mehr als 200 Millionen Euro noch weiter ausgebaut werden. Hier befinden sich mit dem Combined Air Operations Centre der NATO und dem Zentrum Luftoperationen maßgebliche Einrichtungen der Luftwaffe von NATO und Bundeswehr. Sie steuern z.B. die NATO-Flugmanöver an der russischen Grenze. Die Kommando- und Kontroll-Zentrale Kalkar/Uedem ist auch eine Drehscheibe für den Drohnenkrieg.
Die Luftleitzentrale in Kalkar würde auch in einem Atomkrieg eine zentrale Rolle spielen. Die Möglichkeit eines solchen Krieges wächst: Alle Atomstaaten rüsten ihre Arsenale auf, Rüstungsbegrenzungsabkommen wie der INF-Vertrag wurden von den USA aufgekündigt oder laufen aus. Für die kommenden Jahre plant die NATO, in Büchel (Eifel) neue, zielgenauere US-Atombomben anstelle der alten zu stationieren, die von Bombern der Luftwaffe abgeworfen werden können. Die Bundeswehr soll dazu neue Atombomber bekommen. Sie sind Teil der umstrittenen Nuklearen Teilhabe der NATO. Für die Flugdaten und Flugkontrolle der Atombomber ist Kalkar/Uedem zuständig.
Das JAPCC in Kalkar, eine wichtige Strategieschmiede der Nato, hält einen großen Krieg in Europa für immer wahrscheinlicher, auf seinen Jahreskonferenzen werden dafür denkbare Szenarien beraten. Wenn es in Europa zu einer solchen Eskalation mit unabsehbaren Folgenkommen sollte, dann ist eine der Schaltzentralen für das Inferno der militärische Standort Kalkar/Uedem. Damit ist Kalkar dann auch eines der vorrangigen Ziele möglicher gegnerischer Atomschläge mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung.
Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir heute aktiv werden! Der 2+4-VertragzurdeutschenEinheitverlangtvonunserem Land eine Politik des Friedens. Nur ein Ende der Konfrontationspolitik und die Aufnahme von Verhandlungen über Rüstungskontroll- und Abrüstungsverträge und zur Klärung anstehender Streitfragen können den Frieden in Europasichern. Daher rufen wir auf, mit uns am 3. Oktober 2020 für den Frieden und für die Schließung der brandgefährlichen Anlagen in Kalkar/Uedem, die unser aller Leben bedrohen,zu demonstrieren.
Wir fordern:
Abrüstung statt Kriegsvorbereitung!
Ende der Stationierung der US-Atombomben in Büchel, nein zu einem neuen Atombomber für die Bundeswehr, Ausstieg Deutschlands aus der Nuklearen Teilhabe der NATO
Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr!
Ende der Eskalationspolitik gegenüber Russland, stattdessen Einrichtung einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung, die die Interessen aller Staaten des Kontinents berücksichtigt, aufbauend auf der OSZE.
Abbau des Zentrum Luftoperationen in Kalkar/Uedem und anderer NATO-Einrichtungen in NRW und deren Umwandlung für zivile Zwecke!
Den Ausbau einer Friedens-Akademie in Kalkar/Uedem, die konkret zivile Konfliktlösungsstrategien und die Friedenssicherung ohne Militär weiterentwickeln unddem Frieden in Europa dienen soll
Stärkung der zivilen Wirtschafts- und Infrastruktur im Raum Kalkar (z.B. im Gesundheitssektor) statt des weiteren Ausbaus der Militäranlagen!
Statt Hochrüstung soll das Geld in die Daseinsvorsorge fließen: Klimagerechtigkeit, Gesundheit, Sozialpolitik, Bildung und Kultur